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Gartenmöbel aus Holz wetterfest machen

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Regen, Sonne und wechselnde Feuchtigkeit setzen Gartenmöbeln aus Holz zu. Öl und Lasur lassen die Holzmaserung erkennen. Lack verdeckt sie. Wachs eignet sich draußen nur, wenn das Produkt ausdrücklich dafür vorgesehen ist.

Vor dem neuen Anstrich muss die Oberfläche sauber und trocken sein. Prüfen Sie auch die vorhandene Beschichtung: Auf einer ungeeigneten oder beschädigten Altschicht hält der Anstrich schlecht.

Öl, Wachs, Lasur oder Lack?

Öl, Wachs, Lasur und Lack bieten jeweils anderen Schutz und erfordern unterschiedlich viel Pflege. Wählen Sie ein Produkt, das ausdrücklich für Gartenmöbel oder Holz im Außenbereich vorgesehen ist.

Mittel Wirkung und Optik Pflege und Grenzen
Öl Zieht in die Oberfläche ein, betont die Maserung und frischt den Holzton auf. Geeignete Gartenmöbelöle weisen Wasser und Schmutz ab. Muss je nach Produkt und Beanspruchung erneuert werden. Farbloses Öl schützt nicht automatisch vor UV-bedingtem Vergrauen. Pigmentiertes Öl bietet dafür je nach Produkt mehr Schutz, verändert aber den Farbton.
Wachs Bildet einen dünnen Schutzfilm und kann einen seidigen Glanz erzeugen. Wachs ist vor allem für Innenmöbel gedacht. Verwenden Sie Wachs für frei bewitterte Gartenmöbel nur, wenn der Hersteller diesen Außeneinsatz ausdrücklich nennt.
Lasur Lässt die Maserung sichtbar. Pigmente können das Holz vor dem Ausbleichen durch Sonne schützen, verändern aber seine Farbe. Dünnschichtlasuren müssen vergleichsweise häufig erneuert werden. Dickschichtlasuren bleiben stärker an der Oberfläche und können bei Bewitterung aufplatzen. Achten Sie auf die vorgesehene Anwendung und Holzart.
Lack oder deckende Außenfarbe Bildet eine geschlossene Schicht und verdeckt bei deckenden Produkten die Maserung. Ein geeigneter, intakter Außenanstrich bietet längerfristigen Schutz. Risse oder Abplatzungen ermöglichen Feuchtigkeitseintritt. Prüfen Sie den Anstrich regelmäßig und bessern Sie Schäden früh aus.

Für eine sichtbare Maserung kommen ein pigmentiertes Außenöl oder eine passende Außenlasur infrage. Wenn Sie das Holz deckend färben möchten, wählen Sie eine für Holz und Außenbewitterung geeignete Farbe oder einen entsprechenden Lack. Ein Anstrich gleicht keine dauerhaft nassen Stellen oder ungünstige Möbelkonstruktion aus.

Gartenmöbel aus Holz behandeln

Damit die neue Behandlung auf dem Holz hält, muss es richtig vorbereitet sein. Gehen Sie die Schritte der Reihe nach durch und richten Sie sich bei Untergrund, Verarbeitung und Trocknung stets nach den Angaben des gewählten Produkts.

  1. Holz und Altbeschichtung prüfen. Prüfen Sie, ob die Oberfläche unbehandelt, geölt, lasiert, gestrichen oder lackiert ist. Berücksichtigen Sie auch die Pflegehinweise des Möbelherstellers. Wenn Sie nicht wissen, welche Beschichtung auf dem Holz ist oder sie stark beschädigt ist, klären Sie, ob das neue Produkt darauf hält. Tragen Sie Öl nicht einfach über Lack auf: Bei manchen Gartenmöbelölen verlangt der Hersteller, alte Farb- und Lackschichten vollständig zu entfernen. Halten Sie sich an die Anleitung des gewählten Produkts.

  2. Schmutz schonend entfernen. Kehren Sie Staub und losen Schmutz mit einer weichen Bürste ab. Reinigen Sie das Holz mit einem geeigneten milden Mittel und arbeiten Sie in Richtung der Maserung. Verzichten Sie auf Drahtbürsten, grobe Schwämme und aggressive Reiniger wie Essig oder Soda, die die Oberfläche angreifen können.

  3. Möbel trocknen lassen. Tragen Sie Öl, Lasur oder Lack nur auf sauberes und trockenes Holz auf. Die zulässige Holzfeuchte hängt vom Produkt ab: Ein bestimmtes Gartenmöbelöl nennt höchstens 20 Prozent, eine bestimmte Garten- und Fassadenlasur höchstens 18 Prozent. Diese Werte gelten jeweils nur für diese Produkte, nicht pauschal für alle Beschichtungen. Halten Sie auch die angegebenen Verarbeitungstemperaturen ein.

  4. Raue Stellen anschleifen. Entfernen Sie lose Fasern und oberflächliche Verwitterung mit Schleifpapier. Bei stark verwittertem Holz schleifen Sie die Oberfläche gegebenenfalls bis zu einer festen Schicht ab, auf der die neue Beschichtung hält. Intakte Altbeschichtungen reinigen und schleifen Sie nur, wenn die Produktanleitung das vorsieht. Entfernen Sie Staub nach dem Schleifen vollständig und tragen Sie dabei eine Staubmaske.

  5. Farbton und Aufnahme testen. Tragen Sie das Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle auf. So sehen Sie, wie stark das Holz nachdunkelt und ob Glanz und Farbton passen. Das ist besonders bei Lasuren sinnvoll, weil mehrere Anstriche die Farbe deutlich verändern können.

  6. Dünn und gleichmäßig auftragen. Arbeiten Sie in Richtung der Maserung und richten Sie sich nach den Angaben zu Werkzeug, Zahl der Anstriche und Trocknungszeiten. Je nach Produkt kann ein zweiter Anstrich nach wenigen Stunden oder erst am nächsten Tag folgen. Als Beispiele nennt eine Garten- und Fassadenlasur bei guter Belüftung etwa drei bis vier Stunden bis zum nächsten Anstrich; ein Gartenmöbelöl-Spray gibt etwa zwölf Stunden an. Diese Zeiten sind nicht auf andere Produkte übertragbar.

  7. Ölreste abnehmen und trocknen lassen. Bei Öl wischen Sie überschüssiges Mittel nach der angegebenen Einwirkzeit mit einem sauberen, fusselfreien Tuch ab. Sonst bleiben glänzende oder klebrige Stellen zurück. Für Ölanstriche werden häufig etwa 15 Minuten bis zum Abwischen und 12 bis 24 Stunden Trocknung genannt. Entscheidend bleibt die jeweilige Produktanleitung.

  8. Schwer erreichbare Flächen mitbehandeln. Beziehen Sie Zwischenräume, Kanten und möglichst auch die Unterseiten ein. Bei neuen, noch nicht montierten Möbeln ist es leichter, einzelne Teile vor dem Zusammenbau rundum zu behandeln. Lassen Sie die Beschichtung vollständig trocknen, bevor Sie die Möbel wieder benutzen oder aufeinanderstellen.

Gartenmöbel pflegen und lagern

Kontrollieren Sie die Oberfläche regelmäßig. Raues oder vergrautes Holz sowie Risse und Abplatzungen sind Hinweise darauf, dass Sie die Oberfläche reinigen, ausbessern oder auffrischen sollten. Auch wenn Wasser nicht mehr wie zuvor abperlt, kann das ein Zeichen für nachlassenden Schutz sein. Wie oft Sie pflegen müssen, hängt von Holzart, Produkt und Standort ab: Die Empfehlungen reichen von einer jährlichen Pflege bis zu Auffrischungen im Frühjahr und Herbst. Entscheiden Sie nach dem Zustand des Holzes und den Herstellerangaben.

Lassen Sie Wasser ablaufen und vermeiden Sie, dass Möbel dauerhaft auf nassem Untergrund stehen. Eine Beschichtung verhindert keine Schäden, wenn Holz ständig feucht bleibt. Reinigen Sie die Möbel vor der Winterpause, lassen Sie sie gründlich trocknen und lagern Sie sie möglichst geschützt und trocken. Bei einer Abdeckung sollte die Feuchtigkeit darunter entweichen können.