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Doppelstegplatten richtig schneiden: so verhindern Sie Fransen und Bruchstellen

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Doppelstegplatten (Hohlkammerplatten) sind ein beliebtes Baumaterial für Überdachungen von Balkonen und Terrassen, für Wintergärten und Gewächshäuser. Sie sind wärmeisolierend, aber lichtdurchlässig. Platten aus Polycarbonat sind besonders widerstandsfähig, hochwertiges Acrylglas, auch bekannt unter dem Markennamen Plexiglas, ist auf den ersten Blick von Mineralglas kaum zu unterscheiden. Im Fachhandel gibt es Plexiglas-Doppelstegplatten in vielerlei Maßen, außerdem spezielle Profile für Winkel und Wandanschlüsse. Dennoch müssen die Platten in vielen Fällen auf die konkreten Gegebenheiten vor Ort angepasst werden. Das gleichmäßige Schneiden der beiden Lagen ist nicht ganz einfach. Ausbrüche und Fransen führen später zu Undichtigkeiten, sollten also vermieden werden.

Mit diesem Werkzeug gelingt der Schnitt am besten

Doppelstegplatten schneiden Sie am besten mit einer Kreissäge. Weder Handsäge noch Stichsäge bringen ein vergleichbar gutes Ergebnis und es dauert sehr lange. Nutzen Sie diese Möglichkeiten nur, wenn nur wenige Platten zu schneiden sind. Für größere Projekte lohnt es, eine Kreissäge (Tischsäge oder Tauchsäge) zu mieten. Egal welche Säge Sie verwenden, achten Sie auf ein fein gezahntes Sägeblatt, bei dem die Zähne nicht seitlich versetzt angeordnet sind. Solche Sägeblätter sind entweder speziell für Kunststoffe oder als Multimaterial-Sägeblätter verfügbar. Fixieren Sie die Platte, damit sie beim Zuschneiden nicht flattert. Richten Sie sich beim Kürzen in der Breite nach den Stegen. Je nach gewünschtem Maß müssen Sie von beiden Seiten kürzen, damit die Platte stabil bleibt.

Vor dem Einbau reinigen

Gibt es trotz Ihrer Sorgfalt unsaubere Schnittkanten, müssen Sie diese nachfeilen oder abschleifen. Während des Schneidens, Feilens und Schleifens entstehen Staub und Späne, die auch in die Hohlkammern gelangen. Um den glasklaren Eindruck zu erhalten, müssen diese vor dem Einbau der Platten entfernt werden. Das geht am einfachsten mit einer Druckluftpistole. Wasser ist ungeeignet, weil es die Späne noch tiefer in die Kammern spülen kann. Mit einem trockenen Schwamm oder Tuch müssen Sie sehr vorsichtig sein, denn wenn die Späne über die ebenen Flächen gewischt werden, entstehen feine Kratzer, die im Gegenlicht – etwa wenn die Sonne durch die Verglasung in den Wintergarten oder auf die Terrasse scheint – deutlich sichtbar werden.

Bild: Bigstockphoto.com / Spotluda